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Artur Schnabel

Artur Schnabel
Musik und der Weg des größten Widerstands
Lynn Matheson, Ann Schnabel Mottier (Hg.)
Aus dem Englischen von Hermann J. Metzler

Schnabels Denken erscheint uns heute als so aktuell, daß es nötig ist, alle seine Schriften zugänglich zu machen. Den Beginn macht das Buch mit dem programmatischen Titel Musik und der Weg des größten Widerstands, das nunmehr erstmals in deutscher Übersetzung vorgelegt wird. Der Titel steht für Schnabels Überzeugung, daß für die Realisierung der wirklich großen Werke nicht nur Schwierigkeiten zu überwinden sind, sondern diese geradezu gesucht werden müssen. Er nimmt es geradezu als eine Definition für die höchste Kategorie von Musik, daß sie niemals wirklich adäquat aufgeführt werden kann, sondern jede Interpretation immer nur eine Annäherung an ein unerreichbares Ideal darstellt, was nichts weniger als die Begründung dafür ist, daß Generationen von Musikern immer wieder dieselben Stücke ausdeuten: Mit den wirklichen Meisterwerken der Musik gelangt man niemals an ein Ende. Niemand hat das vor ihm so treffend formuliert wie er, der in seinen Vorträgen es mitunter zustande brachte, eine ganze Kunstphilosophie zu einem einzigen Aphorismus zu verdichten.

Durch die Neuveröffentlichung von Schnabels Schriften wird nun eine junge Generation die Möglichkeit haben, sich mit einem Künstler umfassend zu beschäftigen, der wie kaum ein anderer ausübender Musiker über den Stellenwert der Musik in der modernen Gesellschaft reflektierte und Entwicklungen, die erst heute vollständig zur Entfaltung gekommen sind, schon vor Jahrzehnten klar vorhersah.

160 S., geb., € 24.–
978-3-936000-50-6

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